Künstler*innen stellen sich vor

Mit wem arbeiten wir eigentlich zusammen?

Unsere Serie Künstler*innen stellen sich vor geht weiter.

Wie der Titel ganz klar verrät, kommen hier die Künstlerinnen und Künstler mit denen wir zusammenarbeiten selbst zu Wort.

In Form eines Interviews erfahren Sie interessante und lustige Details über das Leben auf Lesesommer-Tour oder wer, wie und wann ins Schwitzen gekommen ist, aber lesen Sie selbst...

 

Heute ist meine Interviewpartnerin Charlotte Hofmann. Sie ist Comiczeichnerin, aber eben auch Schnell-Zeichnerin. So zeichnet sie - zusammen mit den Kindern und Jugendlichen - spontane Comicgeschichten vor Ort in Bibliotheken oder per Live-Stream.

Mehr zu ihrer Person und einen Videotrailer finden Sie auf ihrer Künstlerseite. Unser letztes Interview mit Silvia Freund, finden Sie hier.

 

Liebe Charlotte, welches war dein erster Comic?
Als Jugendliche habe ich für mich selbst autobiographische ein- bis zweiseitige Comics gezeichnet.

Das half mir, bestimmte Erlebnisse aus dem Alltag zu verarbeiten.

Haben dich deine ersten Erfahrungen mit Comics zum Comiczeichnen motiviert oder wie bist du darauf gekommen Comiczeichnerin zu werden?
Ich habe schon immer gerne gezeichnet und wollte „irgendwas damit machen".

Als Praktikantin im Trickstudio, welches die kleinen Trickfilme für die Sendung mit der Maus zeichnete, bekam ich einen Einblick, wie das
Animationshandwerk funktioniert und durfte sogar selbst einen Zeichentrickfilm erstellen.

Dafür musste ich ein Storyboard zeichnen, welches mit dem Medium Comic sozusagen „verwandt" ist.
Beim Studium der Illustration kam ich über StudienkollegInnen noch mehr aufs Comiczeichnen und beteiligte mich an mehreren Fanzines und Comic-Anthologien.

Wie förderst du denn eigentlich mit deiner Comiczeichenkunst die Leselust bei Kindern und Jugendlichen?
Ich denke, dass meine Zeichnungen einen visuellen Anreiz schaffen, die Texte in den Comics zu lesen.

Durch die Comic-Show bekommen die Kinder und Jugendlichen mehr Lust, Comics zu lesen. Dadurch wiederum entsteht möglicherweise auch eine generelle Leselust, und sie greifen zusätzlich zu anderen Literaturformen, wie z.B. Romanen.

Wie ist es zu deiner ersten Zusammenarbeit mit der Leseförderagentur Eventilator gekommen?
Seit längerem gebe ich unter anderem Zeichen-Workshops zu der Buchreihe „Greg´s Tagebuch". Dadurch ist Eventilator auf mich aufmerksam geworden,
und zusammen haben wir dann ein erstes Comic-Show-Format für die Abschlussfeiern der Sommerleseclubs entwickelt.

Und warum arbeitest du als Comiczeichnerin mit einer Agentur zusammen?
Wir haben eine sehr produktive Arbeitsteilung. Die Agentur knüpft und pflegt Kontakte z.B. zu Schulen, Bibliotheken etc.

Dadurch kann ich mich mehr auf meine Kunst konzentrieren. Zudem hat die Agentur eine andere Perspektive auf meine Arbeit und kann mir wertvolle Impulse liefern.

Wie reagieren die Kinder und Jugendlichen auf deine Zeichenshows?
Die Resonanz ist sehr positiv. Live zu sehen, wie ein Comic entsteht, übt auf die ZuschauerInnen eine große Faszination aus.

Und sich interaktiv einbringen zu können, fesselt die Aufmerksamkeit. Die Zuschauer*innen sind nicht passiv, sie gestalten mit, was da vorne passiert.

Kannst du uns zum Schluss ein Comic empfehlen, vllt. eins für Kinder und eins für Erwachsene?

Lesenswert ist meiner Meinung nach die Comic-Adaption von „Hexen hexen" von Roald Dahl für Kinder und „Der Umfall" von Mikael Ross für Erwachsene. Ein Comic für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen ist für mich „Persepolis" von Marjane Satrapi.

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